Energiewende für Karlstein

Wir wollen die Energiewende in Karlstein ganz praktisch organisieren und fördern. Dabei verfolgen wir das langfristige Ziel, die Strom- und Wärmeerzeugung auf regenerative Energien (Wasser, Wind, Sonne, Erdwärme und nachwachsende Rohstoffe) umzustellen. Welche Maßnahmen dazu notwendig sind, wollen wir im Rahmen eines Grundlagenkonzeptes klären.

Dieses Grundlagenkonzept muss Antworten auf nachfolgende Fragen liefern:

  1. Welche Strom- und Wärmemenge wird in Karlstein benötigt? Was sind die durchschnittlichen Verbräuche?
  2. Welche Dächer in Karlstein sind besonders geeignet für den Aufbau einer Photovoltaik – Anlage (Katasterplan), und welche Anschlussleistungen lassen sich damit erzielen?
  3. Gibt es Standorte für Windräder in Karlstein, die sich in das Landschaftsbild einpassen und nicht zu einer Geräuschbelastung für die Bürger werden? (z.B. das alte RWE Kraftwerksgelände)
  4. Ist es sinnvoll, das Energienetz oder auch das Gasnetz in das Eigentum der Gemeinde zu überführen?
  5. In welcher Form wollen wir Energie speichern?
  6. Brauchen wir Blockheizkraftwerke, und ist der Aufbau eines Fernwärmenetzes sinnvoll?
  7. Was kosten die einzelnen Maßnahmen. und sind sie wirtschaftlich zu betreiben?

Energiewende in Karlstein am Main

Nehmen wir an, 4000 Haushalte in Karlstein benötigen 3500 kWh pro Jahr elektrische Energie, dann ergibt sich ein Gesamtenergiebedarf von 14 Mio. kWh pro Jahr. Ein Photovoltaik-Modul mit einem Quadratmeter kann innerhalb eines Jahres zwischen 100 bis 125 Kilowattstunden Strom erzeugen. Wenn wir die ganze Energie durch Photovoltaik erzeugen wollten, benötigten wir eine Fläche von 117.000 qm. Ein Windrad erzeugt, auch in unseren Regionen, ca. 2 Mio. kWh pro Jahr. Sieben Windräder reichen somit aus, um den gesamten Energiebedarf von Karlstein zu decken. In Kombination ein durchaus realistisches Szenario.

Da die erzeugte Energie nicht immer zur Verfügung steht, brauchen wir Speicherkapazitäten. Eine Möglichkeit wäre die Erzeugung von Methan oder Wasserstoff in Zeiten wenn ausreichend Energie vorhanden ist. Diese Gase werden eingelagert und bei Bedarf wieder in elektrische Energie umgesetzt.

Bei der Erzeugung von Heizenergie sind Wärmepumpen ein Lösungsansatz. Auch der Aufbau von Blockheizkraftwerken und der Aufbau eines Fernwärmenetzes sollten als Möglichkeit geprüft werden.

Wer die Energiewende für Deutschland will, darf nicht warten, bis „die da oben“ die Weichen stellen, sondern muss vor Ort seine Möglichkeiten nutzen. Wir sind der Überzeugung, dass die Energiewende nur dezentral gelingen wird, die Zeit der Großkraftwerke ist vorbei. Hier vor Ort wird sich entscheiden, ob der Ausstieg aus der Atomenergie gelingt.

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